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Die Brücke zwischen Mensch und Fluss: Daueranlagen

„Wir wollen den Menschen den Neckar zurückgeben“, so beschreibt Landschaftsarchitekt Karl Vandeven die Konzeption für die Gartenschau Horb 2011 kurz und knapp. Sein Büro, die Planungsgruppe ACER aus Horb-Rexingen, hat das planerische Gesamtkonzept entworfen, das dem Grünprojekt zugrunde liegt: Er will eine Brücke schlagen zwischen Mensch und Fluss.

„Der Neckar prägt das Stadtbild von Horb seit Jahrhunderten. Durch die Kanalisation des Gewässers in den 60er Jahren ist der direkte Zugang zum Fluss allerdings verloren gegangen“, beschreibt Vandeven die Ausgangssituation. „Das Erlebnis ‚Wasser’ ist für die Menschen hier im Lauf der Zeit verloren gegangen. Und genau das wollen wir ändern.“

„Perlen am Neckar“ heißt das Konzept, mit dem Planer und Stadt den Fluss wieder in den Mittelpunkt rücken wollen. Kernelement ist der Uferrundweg, der verschiedene attraktive Standorte auf beiden Seiten des Neckars miteinander verbindet. Zu den „Perlen“ gehören unter anderem das alte Freibadgelände, die Inselspitze oder die Neckarwiese – allesamt idyllisch und flussnah gelegene Plätze im Stadtgebiet, die bis zur Gartenschau zu ansprechenden Aufenthaltsorten mit hohem Freizeitwert umgestaltet werden. Der nachhaltige Nutzen spielt dabei eine wichtige Rolle: „Die Arbeiten sind bis zum Jahr 2011 abgeschlossen, die Wirkung zielt aber weit darüber hinaus“, so Vandeven. „Das Konzept ‚Perlen am Neckar’ soll die Lebensqualität in Horb langfristig steigern.“

Wer während der Gartenschau alle „Perlen“ erleben möchte, muss nur dem Uferweg folgen. Er beginnt im Westen mit dem alten Freibadgelände, das sich derzeit zu einem lauschigen Stadtgarten mit Kiosk, Bootsverleih und Liegewiese mausert. Der von Hochwasserschutzmaßnahmen flankierte Uferweg führt weiter zum neu gestalteten Spielplatz Schatzinsel und von dort über einen Steg zur Inselspitze. Eine weitere „Perle“ ist die Neckarwiese samt Naturtribüne und Platanenallee. Die weitläufige Freiluftarena bietet sich gleichermaßen als Veranstaltungsort wie auch als gemütliches Plätzchen im Grünen an, an dem man wunderbar die Seele baumeln lassen kann. Ein Stück weiter östlich führt der von Linden flankierte Uferweg am alten Marmorwerk vorbei, das sich mit seinem herben Charme zu einem ganz besonderen Veranstaltungs- und Gastronomiebereich entwickeln soll. Die fünfte „Perle“ ist der Bereich am Festplatz. Hier finden die Gartenschaubesucher das große Veranstaltungszelt während der Gartenschau 2011.

Dass die Gartenschau Horb ein Erfolg wird, steht für Karl Vandeven bereits jetzt außer Frage. „Der Fluss hat eine kraftvolle und faszinierende Ausstrahlung. Zusammen mit der charmanten Horber Stadtkulisse und dem stimmigen Gartenschaukonzept wird diese Veranstaltung ein Treffer.“